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Gerwin Müller zum Vorstandsvorsitzendes des VÖV gewählt

Mit Dr. Gerwin Müller wurde erstmalig ein Kärntner in das höchste Amt der Volkshochschulen in Österreich gewählt. Eine immense Wertschätzung des Landesverbandes und eine Bestätigung, dass der Kurs stimmt.

Gerwin Müller zum Vorstandsvorsitzendes des VÖV gewählt

Erwachsenenbildung steckt Gerwin Müller im Blut. Während seines Studiums war Müller bereits beim Rennerinstitut Wien ehrenamtlich tätig. In der Arbeiterkammer Wien und später in der AK Kärnten waren es vor allem die Betriebsräte, dies es dem engagierten Kämmerer angetan haben. „Kritisches Denken zu ermöglichen war mir immer ein Herzensanliegen. Die Menschen sollten nicht nur das Werkzeug eines Betriebs sein, sondern aktiv mitgestalten und handeln“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Kärntner und seit heute der Österreichischen Volkshochschulen (VÖV). In Kärnten begann Müller als ehrenamtlicher pädagogischer Leiter der Volkshochschule Villach. 1996 übernahm er schließlich die Geschäftsführung der Kärntner VHS und initiierte einen Entwicklungs- und Modernisierungsschub, der die VHS innerhalb von 15 Jahren zu einer der Vorzeigeorganisation im VÖV machte. Strukturen und Programm wurden professionalisiert und der finanzielle sowie strukturelle Grundstein für die Beteiligung an Bildungsprojekten lokal, national und international gelegt, sodass die Volkshochschulen 2019 in Kärnten zu den größten allgemeinen Erwachsenenbildungseinrichtungen zählen, in 16 Projekten national und international gefragt sind und trotzdem ihre Verwurzelung in der Region nicht verloren haben.

Krönender Abschluss
„Krönender Abschluss einer Volkshochschulegeschichte“ bezeichnet Müller ein wenig stolz seine Wahl zum Vorstandsvorsitzenden des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen. Schon früh wurde man in Wien auf den umtriebigen Mann hinter den Erfolgen der VHS Kärnten aufmerksam. 2005 wählte die Hauptversammlung ihn bereits in den Vorstand und 2007 zum stellvertretenden Vorsitzenden des Dachverbandes der Österreichischen Volkshochschulen. Mit dem Präsidenten des VÖV Dr. Heinz Fischer und dem Generalsekretär Dr. Gerhard Bisovsky bekleidet Müller nun das höchste Amt in den Volkshochschulen. Die Wahl ist aber auch für Kärnten eine enorme Wertschätzung. „Früher wurden die Kärntner Volkshochschulen oft belächelt“, erinnert sich Müller, doch heute habe sich dieses Bild radikal geändert. So sehr, dass nach Michael Ludwig, aktueller Bürgermeister Wiens, nun erstmals ein Kärntner die Geschicke des VÖV bestimmen soll.    

Solidarisierung der VHSen in Österreich
Volkshochschulen solidarisieren – was Müller schon bei seinen Anfängen bei der Betriebsräteschulung wichtig war, soll nun auch zum Programm österreichweit werden. Ein Fixtermin in Wien pro Monat wird oftmals nicht ausreichen, trotzdem will Müller verstärkt auch in den Bundesländern präsent sein, um deren Anliegen auch bundesweit Gewicht zu verleihen sowie den Wissenstransfer und die Solidarität unter den Volkshochschulen weiter zu stärken.

Hintergrundinfo
Der Verband Österreichischer Volkshochschulen ist in Österreich der Dachverband der neun Ländervolkshochschulen. In mehr als 800 Gemeinden in Österreich sind 260 Volkshochschulen tätig und bieten als Bildungsnahversorger Erwachsenenbildung direkt vor Ort an. Mit 770.000 Teilnahmen in Kursen und Veranstaltungen sind die Volkshochschulen die größte Institution der österreichischen Erwachsenenbildung. An Österreichs Volkshochschulen sind in Organisation und Verwaltung rund 900 Mitarbeiter beschäftigt. Daneben sind rund 20.000 teilzeitbeschäftigt, stehen in einem Sonderdienstverhältnis oder arbeiten auf Honorarbasis (inklusive Kursleiter). Etwa 383 Mitarbeiter sind in einer pädagogisch-planenden Funktion tätig.

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