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    • Gelungenes Lernen
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    Exkursionen, wie hier in die Bibliothek von Wolfsberg, tragen nicht einzig zum Wissenserwerb bei, sondern fördern auch das Gruppenbewusstsein. Einer gelungenen Arbeitsmarktintegration geht immer ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch vorher. In Kooperation mit dem Roten Kreuz werden Erste Hilfe Maßnahmen aufgefrischt. Die erbrachte Leistung zu reflektieren, sich der erworbenen Fähigkeiten bewusst und für den nächsten Schritt in Beruf und Bildung bereit zu sein, das zeichnet unsere AbsolventInnen aus. Jährlich verlassen zahlreiche TeilnehmerInnen die VHS mit ienem erfolgreichen Bildungsabschluss in der Tasche. Die Lernprozessmoderation ermöglicht den TeilnehmerInnen ein individuelles, auf den Lerntyp abgestimmtes, Lernen des Stoffes.

Gelungenes Lernen in den Kärntner Volkshochschulen

Gelungenes Lernen in den Kärntner Volkshochschulen

Exkursionen lockern den Kursalltag auf und schaffen ein positives Gruppengefühl

Gelungenes Lernen zeigt sich an den durchwegs zufriedenen TeilnehmerInnen, deren Erwartungen erfüllt worden sind. Die Kärntner Volkshochschulen sind ein sozialer Wohlfühlort und sollen in einer angenehmen Lernatmosphäre der Bevölkerung Lust auf Bildung machen, sie beim Prozess, Lernen wieder zu lernen, unterstützen, ihre Persönlichkeit und ihr Selbstwertgefühl stärken und ihren Horizont erweitern.
Ziel der Bemühungen sind eine optimale Umsetzung des Gelernten in Beruf und Alltag und die Realisierung der Begriffe „Empowerment und Partizipation“ hin zum „mündigen“ Erwachsenen.
Das VHS-Angebot umfasst neben Kursen auch Seminare, Workshops und Vorträge. Entsprechend den Lernzielen und –inhalten werden unterschiedliche Methoden wie Gruppendiskussion, Einzelarbeit, Plenumsgespräch, Rollenspiel, Exkursion, praktische Anwendung, gemeinsames Erleben und Erlernen u.v.m. eingesetzt. Die TrainerInnen schaffen positive Lernerfahrungen, vermitteln Freude am Lernen und garantieren die Übertragbarkeit vom Gelernten in den Lebensalltag.

Im Folgenden einige Beispiele aus der alltäglichen Trainingspraxis:

Lernprozessmoderation
In der Lernprozessmoderation ist es entscheidend, die TeilnehmerInnen in den Mittelpunkt zu stellen, ihnen etwas zuzutrauen, sie als ExpertInnen für ihr Leben und ihren Weg zu sehen. Durch den moderierenden Ansatz werden vorhandene Kompetenzen und Potentiale sichtbar gemacht und das Selbstbewusstsein sowie die Autonomie gestärkt. Geeignete Beispiele knüpfen an Vorhandenes an und binden ihre Lebenserfahrung und Vorkenntnisse in das Lernangebot ein.
Lernen in der Gruppe stärkt das Selbstvertrauen. Durch gegenseitige Unterstützung steigt auch die Motivation. Möglichst unterschiedliche und vielfältige Lernsettings unterstützen die Lernenden darin, die jeweils für sie geeignete Lerntechnik anzuwenden. Die Vermittlung von Inhalt und Methode ermöglicht ein selbständiges Weiterlernen. Die TeilnehmerInnen wissen auch, WIE sie lernen können.
LernprozessmoderatorInnen spielen eine zentrale Rolle für den Erfolg in diesem Lernangebot. Gilt es doch die Diversität der individuellen Lernbedürfnisse zu berücksichtigen, für einen wertschätzenden Umgang in der Gruppe zu sorgen, ausreichend Zeit zum Lernen zu geben, gut erklären, motivieren und begeistern zu können.
In der Volkshochschule findet die Lernprozessmoderation in verschiedenen Projekten, wie z.B. „Lernen bewegt!“, und Kursangeboten, wie EDV und Sprachen Anwendung.

Outdoor-Aktivitäten und Exkursionen
Exkursionen in Museen, öffentliche Einrichtungen, Institutionen, geführte Stadtspaziergänge und Wanderungen oder auch der gemeinsame Besuch eines Klettergartens bieten eine besondere Lernerfahrung. Neben der Vermittlung von Wissen erfolgt ein intensives Erleben und oft auch praktisches Anwenden vom Erlernten.
Neben den positiven Auswirkungen des Ortswechsels auf das Wohlbefinden, wird auch die Eigeninitiative der TeilnehmerInnen gesteigert, da hier ein persönliches Einbringen unumgänglich und somit eine passive Teilnahme, wie z.B. bei einem Vortrag, kaum möglich ist.
Bei denTeilnehmerInnen, die z.B. die Lehrgänge für den Pflichtschulabschluss oder die Berufsreifeprüfung besuchen, wird auch das eigene Organisationstalent eingebracht, da bereits die Vorbereitung partizipativ gestaltet wird. Von der Recherche möglicher Ausflugsziele über Preisvergleiche unterschiedlicher Transportunternehmen bis hin zur telefonischen Terminbestätigung, all diese Aufgaben tragen auch zur Steigerung des Selbstbewusstseins bei!
Eine Exkursion in die Stadtbibliothek Wolfsberg wurde beispielsweise mit einer besonderen Herausforderung für die TeilnehmerInnen verbunden, ihre Fähigkeiten in der Vermittlung der wesentlichsten Informationen, dem freien Sprechen und Präsentieren vor Gruppen zu trainieren.
Neben dem Kennenlernen der gemütlichen Bibliothek, stellten die Präsentationen der KursbesucherInnen das Highlight des Nachmittags dar. Die TrainerInnen waren mindestens so nervös wie ihre „TeilnehmerInnen“, doch die intensive Vorbereitungszeit hat sich gelohnt, da die Präsentationen nicht nur die hervorragenden Leistungen der TeilnehmerInnen zur Schau stellten sondern auch einen tiefen Einblick in die Lebenswelt der einzelnen Personen gewährten.

Praktische Übungen
Um die eigenen Schlüsselqualifikationen zu trainieren, ist eine Anwendung in einem geschützten Rahmen notwendig. Ob Rhetorik, der Umgang mit Konflikten oder Bewerbungsgespräche – theoretischer Input allein genügt nicht! So wird mit Übungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung, der Selbstreflexion, der Auseinandersetzung mit den eigenen Ressourcen und Selbstbeobachtung, z.B. durch Videoanalyse, das lebensnahe Lernen verstärkt.
Beispielsweise stellt die Suche nach einem Job, zu der man sich berufen fühlt, für einen Großteil der Menschen eine Herausforderung dar. In den Kursen der Volkshochschule werden TeilnehmerInnen auf diesem meist steinigen Weg unterstützt. Auch in Kooperation mit dem Wissensnetzwerk Kärnten gibt es die Möglichkeit der Erstellung eines Kompetenzprofils sowie individuelle Beratung.
Nicht wegschauen, sondern Mut zum Handeln, das ist das Motto zahlreicher KursteilnehmerInnen der VHS! In Kooperation mit dem Roten Kreuz konnten Erste Hilfe Kenntnisse aufgefrischt werden. Egal ob Schlangenbiss, Verkehrsunfall oder Schleimhautverätzungen, die TeilnehmerInnen übten hochmotiviert und spülten, kühlten und verbanden alles in ihrer Reichweite – vor allem sich selbst.

Mitgestaltung und Gruppendynamik
Gerade in den Lehrgängen und Projekten verbringen die TeilnehmerInnen viel Zeit beim gemeinsamen Lernen. Eine fördernde Umgebung beeinflusst gerade bei Personen mit negativen Lernerfahrungen den Lernerfolg wesentlich. Deshalb werden die Räumlichkeiten gemeinsam mit den TeilnehmerInnen zu Orten, an denen man sich geborgen fühlen kann. Doch nicht nur im Raum soll man sich wohlfühlen, sondern vor allem bei den Menschen, mit denen man sich umgibt. Gruppendynamische Übungen und Sozialphasen bieten den TeilnehmerInnen Raum, zueinander zu finden.

Jedem Ende wohnt auch ein Anfang inne
Ziel der Bemühungen ist die Realisierung der Begriffe „Empowerment und Partizipation“ hin zum „mündigen“ Erwachsenen. Jährlich verlassen zahlreiche TeilnehmerInnen die VHS mit einem Bildungsabschluss in der Tasche. Dass diese Erfolge gemeinsam mit den TrainerInnen, SozialpädagogInnen, FördergeberInnen, FreundInnen sowie Verwandten gefeiert werden, steht dabei außer Frage. Die erbrachte Leistung zu reflektieren, sich der erworbenen Fähigkeiten bewusst zu sein und für den nächsten Schritt in Beruf und Bildung bereit zu sein, das zeichnet VHS-AbsolventInnen aus.
Auch wenn die Gruppen und ihre BegleiterInnen über die Zeit zusammenwachsen und sich Freundschaften bilden, wohnt doch jedem Ende auch ein Anfang inne! Um weitere Hilfe zum Weg in ein eigenständiges und erfülltes Leben zu bieten, werden die TeilnehmerInnen individuell über ihre entsprechenden Weiterbildungsmöglichkeiten beraten, denn mit einem guten Zeugnis stehen ihnen viele Möglichkeiten offen.

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